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Das erste Taschengeld

Ab wann und wie viel?
"Mama, kannst Du mir Geld geben, ich möchte mir ein Eis kaufen?“ Eltern kennen dieses leidige Thema Geld. Doch ab welchem Alter sollte man seinem Nachwuchs Taschengeld geben und wie viel?

Ab welchem Alter?

Im Regelfall sollte Taschengeld erst ab dem vierten oder fünften Lebensjahr eine Rolle spielen. Und auch nur dann, wenn Sie Ihr Kind für reif genug halten, tatsächlich damit vernünftig umzugehen. Bedenken Sie aber immer: In die Welt des Geldes taucht Ihr Kind noch früh genug ein! Spätestens zum Schuleintritt ist es Zeit für das erste Taschengeld.

Wie viel Taschengeld?

Die Höhe der Beträge richtet sich auch nach Ihren persönlichen Vorstellungen und Ihrem Etat. Achten Sie aber darauf, dass es nicht zu wenig ist, damit Ihr Kind auch tatsächlich eine gewisse Kaufkraft erlangt. Es sollte aber auch nicht zu viel Geld sein, damit Ihr Kind lernt, Prioritäten zu setzen nach dem Motto: "Wenn ich dies oder jenes haben möchte, muss ich auf etwas anderes verzichten." Die Jugendämter empfehlen für Kinder zwischen drei und fünf Jahren etwa 50 Cent Taschengeld pro Woche und für Kinder in den ersten zwei Grundschuljahren maximal zwei Euro pro Woche.

In welchen Abständen auszahlen?

Bei kleineren Kindern ist die Höhe des Taschengeldes weniger entscheidend als seine regelmäßige Auszahlung. Es empfiehlt sich, daraus ein wöchentliches Ritual zu machen. Ein beiläufig überreichter Euro ist nicht dazu angetan, Ihrem Kind den Umgang mit materiellen Werten nahe zu bringen. Ist Ihr Kind zehn Jahre alt, sollten Sie das Taschengeld monatlich auszahlen. In diesem Alter wird es langsam Zeit, dass die Kinder lernen, ihre Ausgaben für einen Monat zu planen. 

Den Umgang mit Geld lernen

  • Wenn Ihr Kind regelmäßig eine kleine Summe Taschengeld erhält, lernt es einen vernünftigen Umgang mit seinem Besitz, der andere positive Verhaltensregeln, wie etwa einen behutsamen Umgang mit zerbrechlichen Dingen, Spielsachen usw. nach sich zieht.
  • Ihr Kind lernt, Prioritäten zu setzen und sich für die Erfüllung eines Wunsches zu entscheiden. Außerdem muss es sich manchmal in Geduld üben, wenn beispielsweise für ein kleines Auto das Taschengeld von zwei oder drei Wochen angespart werden muss. Ein schönes Sparschwein, das wöchentlich befüllt, aber nur ab und zu „geschlachtet“ wird, hilft dabei.
  • Wenn Sie sich aber dazu entscheiden, Ihrem Kind Taschengeld zu geben, sollten Sie ihm absolut freie Hand lassen, wofür es sein Geld ausgibt, selbst wenn es zunächst alles in Süßigkeiten „anlegt“. Nur so kann es Selbstbestimmung lernen und mehr Eigenverantwortung übernehmen – auch wenn ihm schlimmstenfalls das erste Mal von den vielen Gummibärchen schlecht wird.

 

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