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Hebe- und Tragetechniken

Schwere Arbeit leicht gemacht
Der Rücken kann schnell leiden, wenn Sie einen Angehörigen pflegen müssen. Es gibt aber verschiedene Methoden und Hilfsmittel, wie Sie rückenschonend pflegen können.

Die Pflege eines Angehörigen ist nicht nur psychisch eine Belastung, sondern kann auch Ihren Rücken in Mitleidenschaft ziehen. Schließlich müssen Sie häufiger am Tag das Gewicht eines Anderen stemmen. Damit Ihre Wirbelsäule nicht zum Pflegefall wird, lohnt es sich, Hebe- und Tragetechniken zu erlernen oder auf Hilfsmittel zurückzugreifen.

Rückenmuskulatur aufbauen

Ein Pflegekurs vermittelt die grundlegenden Techniken und auch, wie sie in den Pflegealltag einbezogen werden können. Volkshochschulen, Krankenkassen, Wohlfahrtsverbände oder Pflegedienste bieten die Kurse an. Zusätzlich sollten Sie sich überlegen, Ihre eigene Rückenmuskulatur aufzubauen. Übungen aus der Rückenschule, die in verschiedenen Vereinen angeboten wird, sind für das Training optimal, aber auch Nordic Walking oder der Besuch eines Fitnessstudios können Erfolg bringen.

Hilfsmittel erleichtern das Heben

Im Sanitätsfachhandel gibt es eine Vielzahl von Helfern, die Ihnen das Bewegen von Pflegebedürftigen erleichtern.

  • Antirutschmatten helfen dem Patienten sich abzustützen.
  • Rutschbretter, Gleitmatten und Drehscheiben erleichtern das Lagern des Patienten.
  • Haltegürtel unterstützen bei einem unsicheren Gang

Richtig umlagern

  • Umlagern: Durch langes Liegen entstehen Druckgeschwüre. Alle zwei Stunden sollten Sie den Patienten umlagern. Mit Hilfe von Lagerungskissen drehen Sie ihn vorsichtig auf die Seite und polstern Knie und Unterschenkel ab.
  • Höherlagern: Das Bett stellen Sie so ein, dass Ihre Hand bei ausgestrecktem Arm flach aufliegt. Winkeln Sie die Beine des Patienten an. Fassen Sie mit einer Hand die Schulter, mit der anderen die Hüfte und drehen Sie ihn auf die Seite. In einer rutschenden Bewegung, abwechselnd Hüfte und Schulter, bewegen.
  • Aufsetzen: Im Sitzen geht z.B. das Essen und Trinken einfacher. Knie des Patienten aufstellen, eine Hand unter die Schulter legen, die andere an die entgegengesetzte Hüfte, auf die Seite zu Ihnen drehen. Mit einer Hand von unten die Schultern fassen und den Oberkörper aufrichten, mit der anderen die Hüfte leicht zur entgegengesetzten Seite drehen. Anschließend mit Kissen stützen.

Pflegebedürftigen stärken

Eine weitere Entlastung kann die Stärkung der Beweglichkeit des Pflegebedürftigen sein. Das Bobath-Konzept und auch die Kinästhetik, ein handlungsorientiertes Bewegungskonzept, haben zum Ziel, die Bewegungs-, Berührungs- und Wahrnehmungsfähigkeit der Patienten zu verbessern. Sie können erlernen, sich mit den zu Pflegenden über die körperliche Berührung zu verständigen und die eigene Körperbewegung zu nutzen, um so Ihren Angehörigen zu bewegen.

Weiterführende Literatur:

Wewerka, G.: Rückenschonende Pflege. Arbeitstechniken bei verschiedenen Krankheitsbildern, 2007.

 

www.schwerte1a.de

 

Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Schwerte!

 

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