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Sterbebegleitung

Würdevolle Begleitung bis zum Ende
Betreuende Angehörige werden meist irgendwann damit konfrontiert, dass eine intensivere Begleitung des sterbenden Pflegebedürftigen notwendig wird. Darüber, wie dieser letzte Lebensabschnitt gestaltet werden kann, welche Hilfen der Sterbende braucht und wo diese zu bekommen sind, besteht aber oft Unklarheit. Denn das Thema Sterben und seine Vorbereitung wird oft verdrängt, selbst von Profis wie Ärzten oder Pflegekräften. Ziel der Hospizbewegung ist es, Sterbenden und ihren Angehörigen zu ermöglichen, die letzte Lebensphase in Würde erleben und durchleben zu können.

Rund 850.000 Menschen sterben jedes Jahr in Deutschland. Die meisten Menschen wünschen sich, zu Hause ihr Leben beschließen zu können. Etwa 50 Prozent sterben jedoch im Krankenhaus, rund 20 bis 30 Prozent in einer Pflegeeinrichtung. Eine würdige Sterbebegleitung ist aber sowohl in der eigenen Häuslichkeit als auch im Krankenhaus oder in einer Senioreneinrichtung möglich. Hospize sind ausschließlich auf die Versorgung und Betreuung von Patienten in der letzten Lebensphase eingerichtet.

Die Deutsche Hospizstiftung kann Angehörigen wertvolle Hilfestellung bieten. Sie berät etwa bei Konflikten mit Krankenkassen und Pflegeheimen über finanzielle oder organisatorische Fragen. Angehörige können sich dort informieren, welche Rechte ihnen zustehen und wie sie diese auch im Sinne des Schwerstkranken oder Sterbenden einfordern können. Über das Patientenschutztelefon erhalten Angehörige kostenlos Auskünfte.

Das können Sie für einen Schwerstkranken tun

Sterbende, die bei Bewusstsein sind, wünschen sich Austausch und Gespräche. Hören Sie zu und scheuen Sie sich auch nicht vor belastenden Themen. Das Bedürfnis, Rückschau auf das vergangene Leben zu halten, Abschied zu nehmen von Personen und Lebensstationen ist ganz natürlich.

Bedürfnisse und Wünsche sollten in der letzten Lebensphase nach Möglichkeit erfüllt werden. Vielleicht möchte Ihr Angehöriger eine bestimmte Angelegenheit regeln, alte Freunde oder die Enkel noch einmal sehen, ein letztes Mal in die Lieblingskonditorei gehen.

Wird ein Mensch mit seinem nahenden Lebensende konfrontiert, können die unterschiedlichsten Empfindungen aufsteigen. Als Angehöriger werden Sie unter Umständen Vorwürfe zu hören bekommen oder erleben Aggressionen. Nehmen Sie dies nicht persönlich, Angst und Verzweiflung sind ihre Ursache.

Seien Sie einfach da. Sitzen Sie am Bett und verbringen sie möglichst viel Zeit mit dem Kranken.

Weiterführende Literatur:

Kulbe, A.:Sterbebegleitung: Hilfen zur Pflege Sterbender. 2008.

 

www.schwerte1a.de

 

Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Schwerte!

 

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