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Optimales Rating

Bankkredite zu guten Konditionen sichern
Für den deutschen Mittelstand sind klassische Bankkredite noch immer das bevorzugte Finanzierungsinstrument. Alternativen wie Factoring, Leasing oder Eigenkapitalbeteiligungen rücken erst allmählich in das Bewusstsein. Kredite zu guten Konditionen bekommen Sie nur, wenn Ihr Unternehmen ein gutes Rating aufweist und Banken Vertrauen zu Ihnen und Ihrem Geschäftsmodell haben.

Die Ratingsysteme der Banken sind mehr oder weniger gleich aufgebaut:

  • Beim Finanz-Rating geht es um Kennzahlen aus testierten Jahresabschlüssen. Diese quantitative Unternehmensanalyse hat bei Kreditinstituten traditionell Priorität. Gute operative Ergebnisse beweisen die Tragfähigkeit Ihres Geschäftsmodells und sind Voraussetzung für die Erwirtschaftung von Zahlungsüberschüssen. Die Analyse erfolgt standardisiert und computergestützt.
  • Demgegenüber konzentriert sich das Struktur-Rating auf die firmenspezifische Geschäftssituation. In diesem Teil des Ratingprozesses geht es um unternehmerische Fragen.

Bilanzpolitische Maßnahmen

  • Im Rating-Prozess prüfen Banken auch die finanzielle Widerstandskraft Ihres Unternehmens in Krisensituationen. Wie gut sind Sie auf wirtschaftliche Verschlechterungen vorbereitet? Drei Punkte stehen dabei typischerweise im Brennpunkt: Eigenkapitalhöhe, Liquidierbarkeit von Vermögenspositionen und Höhe der Verbindlichkeiten (Verschuldungsgrad).
  • Ihre Kennzahlen sind testierte Fakten. Dennoch haben Sie im Vorfeld einen gewissen legalen Ansatz- und Bewertungsspielraum. Zu unterscheiden ist die konservative (Bildung stiller Reserven) und die progressive Bilanzpolitik (Verbesserung des Bilanzbildes und Erhöhung des ausgewiesenen Ergebnisses). Hierzu zählen z. B. bilanzneutrale Finanzierungen (Factoring und Leasing).

Pluspunkte für das Rating sammeln

Über die Gestaltung des Jahresabschlusses hinaus gibt es noch weitere Faktoren, mit denen Sie beim Rating bei Ihrer Hausbank Punkte sammeln können.

  • Achten Sie darauf, dass der Bewertung immer ein vollständiger und vom Geschäftsführer unterzeichneter Jahresabschluss zugrundeliegt. Es sind die vom Gesetzgeber geforderten Bestandteile sowie die Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, der Anhang und gegebenenfalls ein Lagebericht vorzulegen.
  • Von Vorteil ist auch die Einhaltung der zeitlichen Vorgaben, Pünktlichkeit in der Offenlegung und die Existenz von Prüfungsvermerken. Diese sind wichtige Bestätigungsvermerke vom Wirtschaftsprüfer bei den prüfungspflichtigen Unternehmen. Die nicht prüfungspflichtigen Betriebe sollten eine freiwillige Prüfung des Jahresabschlusses nach §§ 316 ff. HGB ergänzen oder aber konkret beschriebene Prüfungshandlungen mit dem Jahresabschluss erstellen.

Weiterführende Literatur

Hofbauer, G.: Optimales Rating für KMU: So überzeugen Sie Ihre Bank, 2008.

 

www.schwerte1a.de

 

Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Schwerte!

 

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