Tipps für Mieter und Hauseigentümer
Die Erhöhung der Energieeffizienz von Immobilien ist eine wichtige Möglichkeit zum Energiesparen. Daneben lässt sich die Stromrechnung auch durch den Einsatz ökologischer Haushaltsgeräte reduzieren. Wo die Potenziale liegen, zeigt zum Beispiel die Tatsache, dass Kühlschränke, Gefriergeräte und Waschmaschinen bis zu 45 Prozent des Stromverbrauchs ausmachen. Aber auch die gute alte Glühbirne ist nicht zu unterschätzen: Im Vergleich zur modernen Energiesparlampe verschwendet sie Strom geradezu.
Nach einer Modellrechnung der Stiftung Warentest kann eine vier- bis fünfköpfige Familie rund 430 Euro Stromkosten pro Jahr einsparen, wenn sie alte stromfressende Haushaltsgeräte gegen neue Geräte mit der höchsten Effizienzklasse austauscht.
Achten Sie beim Kauf von Haushaltsgroßgeräten auf die Informationen zum Energie- und Wasserverbrauch auf dem vorgeschriebenen EU-Energielabel. Die niedrigsten Verbrauchswerte erzielen Geräte der Effizienzklasse A.
Da der technische Fortschritt nicht Halt macht, werden inzwischen auch Geräte in den Effizienzklassen A+ und A++ angeboten. Zum Vergleich: Ein Kühlschrank der Klasse A++ spart im Gegensatz zu einem A-Kühlschrank fast 50 Prozent Strom. Mit einem A+-Gerät lässt sich noch ein Viertel einsparen.
Auch durch einen energiebewussten Umgang mit Haushalts- und Elektrogeräten lässt sich Strom sparen und der Geldbeutel schonen.
- Die optimale Temperatur im Kühlschrank beträgt 7° C, im Gefrierschrank -18° C. Die Temperatur sollte bei Kühlschränken im obersten Fach möglichst weit vorne gemessen werden. Lassen Sie Gefrorenes im Kühlschrank auftauen und stellen Sie gekochte Speisen erst nach dem Abkühlen hinein.
- Durch den Einsatz moderner Waschmittel kann auf den Kochwaschgang verzichtet werden. Leicht verschmutzte Textilien werden auch bei 30 oder 40 Grad porentief rein. Bei hartnäckiger Verschmutzung empfiehlt sich eine Waschtemperatur von 60 Grad. Sie sparen die Hälfte an Strom, wenn Sie Ihre Wäsche anstatt bei 60 Grad nur bei 40 Grad waschen. Schalten Sie einen weiteren Gang herunter – von 60 Grad auf 30 Grad – benötigen Sie nur knapp ein Drittel des Stroms.
- Im sogenannten Stand-by-Betrieb (Bereitschaftsmodus) stehen elektrische Geräte rund um die Uhr unter Strom. Dieser Modus garantiert, dass das Gerät jederzeit bequem eingeschaltet werden kann, z.B. mit einer Fernbedienung. Viele Geräte verbrauchen im Stand-by-Modus jedoch unnötig viel Strom. Sie sollten daher nach Gebrauch richtig ausgeschaltet werden.
Weiterführende Literatur
Bergdolt, G./Mattner, D.: Energie sparen im Haushalt, 2009
www.schwerte1a.de
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