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CFROI

Wertorientierte Steuerungsgrößen
Heute dominieren in den mittelständischen Unternehmen nach wie vor die klassischen Renditekennziffern wie Umsatzrendite, Return-on-Investment (ROI) und dem daraus abgeleiteten Kennzahlenschema. Aber seit Jahren wächst die Kritik an der Aussagefähigkeit dieser buchhalterischen und manipulierbaren Zielgrößen

Der Cash-Flow Return on Investment (CFROI) wurde als Steuerungsgröße im Zuge des Shareholder-Value-Booms von der Boston Consulting Group (BCG) als Teil eines umfassenden Konzeptes zur wertorientierten Unternehmensführung (Total Value Management) entwickelt. Den CFROI können Sie zur Beurteilung der jährlichen Rentabilität Ihres Unternehmens oder Geschäftsbereiches heranziehen.

Berechnung des Cash-Flows

Ausgangspunkt ist der einfache CFROI: Cash-Flow / Kapital x 100. Im Unterschied zu dem traditionellen buchhalterischen ROI (Gewinn / Kapital x 100) konzentriert sich der CFROI auf Zahlungsströme (Cash-Flows), die aus Sicht der Eigentümer eine höhere Relevanz aufweisen als Gewinngrößen aus dem Rechnungswesen. Gewinne können über steuerlich erlaubte Bewertungsspielräume gestaltet und verzerrt werden. Der Cash-Flow wird nach folgender Formel berechnet:

Gewinn nach Steuern + Abschreibung + Zinsaufwand + Mietaufwendungen + FiFo und LiFo-Anpassung + Inflationsgewinn/-verlust auf die Nettoliquidität

Der Gewinn nach Steuern stellt eine um alle außerordentlichen und aperiodischen Aufwendungen und Erträge bereinigte Ergebnisgröße dar, die Sie zunächst um die Abschreibungen und Zinsaufwendungen erhöhen müssen. Die Mietaufwendungen (z. B. Leasingraten) sollten Sie ebenfalls zum Gewinn hinzurechnen, weil sie lediglich eine andere Form der Fremdfinanzierung darstellen. Eine Korrektur der Bewertungsansätze im Vorratsvermögen (FiFo und LiFo-Anpassung) ist nur in Ländern mit einer hohen Inflationsrate notwendig.

Berechnung des Kapitals (Bruttoinvestitionsbasis)

Buchmäßige Aktiva - nicht-verzinsliche Verbindlichkeiten + kumulierte Abschreibungen + Inflationsanpassung zum heutigen Geldwert + kapitalisierte Mietaufwendungen - Goodwill

Die stichtagsbezogene Bruttoinvestitionsbasis ist ebenfalls eine inflationsbereinigte Größe, die das gesamte, zu einem bestimmten Zeitpunkt in das Unternehmen investierte Kapital abzüglich der unverzinslichen Verbindlichkeiten umfasst.

Danach müssen Sie die buchmäßigen Aktiva zunächst um das nicht-verzinsliche Fremdkapital reduzieren und um die kumulierten Abschreibungen erhöhen. Als Resultat erhalten Sie die historischen Anschaffungskosten des zu verzinsenden Investments. Die Aufwendungen für gemietete Gegenstände müssen Sie kapitalisieren und den Aktiva zuschlagen, weil der Cash-Flow bereits um die Mietaufwendungen erhöht wurde und andernfalls eine Inkonsistenz vorliegen würde.

Weiterführende Literatur

Vogelsang, T.: Wertorientierte Unternehmensführung im Mittelstand, 2008.

 

www.schwerte1a.de

 

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