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Kostenanalysen

Kostentreiber frühzeitig entdecken
Kostenmanagement ist eine permanente Aufgabe. Leider reagieren viele Unternehmen häufig zu spät. Kommt es zu einer Krise, bricht Hektik aus. Die Kostensenkungsmaßnahmen sind dann meist reaktiv, spontan und beheben allenfalls die Symptome, nicht jedoch die Ursachen. Die Kostenprobleme werden immer wieder auftauchen. Besser ist es, wenn Sie regelmäßig und aktiv Ihre Kosten analysieren. Wo gibt es Kostenprobleme? Was sind die Kostentreiber?

Unternehmensinterne Analysen

Kosten werden von Produkten, Geschäftsprozessen und Ressourcen verursacht. Bedeutsam sind in diesem Kontext die Komplexitätskosten, also die Kosten, die sich mit der Vielfalt des Produktprogramms verändern. Gerade in wirtschaftlichen Krisenzeiten versuchen Unternehmen, sinkende Umsätze durch die Entwicklung neuer Produkte oder Produktvarianten auszugleichen. Oftmals wird argumentiert, dass eine neue Produktvariante nahezu ohne zusätzliche Kosten eingeführt werden kann, da durch das bereits bestehende Produkt sowieso schon Fixkosten anfallen. Außer Acht gelassen werden dabei die Kosten für die neu einzurichtende Infrastruktur: Sie benötigen z. B. Lieferanten für Material und Verpackungen. Zudem muss das neue Produkt auch verwaltet werden.

Wettbewerbsbezogene Analysen

Das Schmoren im eigenen Saft hilft Ihnen nur begrenzt. Sie können Ihre Kosten intern immer nur im Zeitvergleich analysieren. Notwendig ist daher immer auch ein Betriebsvergleich. Welche Kosten sind branchenüblich? Was machen Ihre Wettbewerber? Das hört sich einfach an, die einzige Schwierigkeit ist, an entsprechende Daten zu kommen. Vorhandene Studien können Sie im Internet recherchieren, häufig gratis herunterladen oder kaufen. Für spezielle Zahlen (Benchmarks) müssen Sie Profis beauftragen.

Beschaffungsmarktbezogene Analysen

Auch Ihre Einkaufspreise müssen sich bei Wahrung Ihrer Qualitätsstandards reduzieren. Hierfür ist eine Beobachtung der Lieferantenmärkte notwendig. Im Rahmen der Globalisierung gibt es auch attraktive Einkaufsquellen in Osteuropa und Fernost. Bedienen Sie sich dabei auch erfahrener Berater, die z. B. den chinesischen Markt gut kennen. Die Einkaufspreise hängen auch von der Zahl Ihrer Lieferanten ab. Konzentrieren Sie sich auf nur einen Lieferanten, können Sie zwar die besten Preise aushandeln, Ihre Abhängigkeit steigt aber. Berücksichtigen Sie auch alle Kosten, die durch die Nutzung von Material und Maschinen entstehen.

Absatzmarktbezogene Analysen

Der stärkste Kostentreiber in diesem Bereich ist eine hohe Kundenfluktuation. Kundenzufriedenheit dagegen führt zu höherer Kosteneffizienz, weil Kunden Ihnen treu bleiben und Wechselkosten vermieden werden. Leider werden in den meisten Betrieben zwar die Produktkosten detailliert berechnet, die Kundenbindung dagegen wird vernachlässigt. Auch die Kundenstruktur kann Auswirkungen auf Ihre Kosten haben, auch hier lohnt sich eine Analyse. Unterteilen Sie Ihre Kunden in attraktive (also rentable) und weniger attraktive Kunden. Erfassen Sie dazu die kundenspezifischen Kosten.

Weiterführende Literatur

Coenenberg, A. G.: Kostenrechnung und Kostenanalysen, 2009.

 

www.schwerte1a.de

 

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