Wie Sie sich privat absichern können
Eine unter älteren Menschen weitverbreitete und begründete Angst, ist die vor Stürzen und deren Folgen, die von der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung oft nur ungenügend abgedeckt sind. Deshalb liegen private Senioren-Unfallversicherungen für hoch im Kurs. Doch wie erkannt man die seriösen Angebote?
Die Unfallzahlen sind hoch: Jeder Mensch über 65 Jahre stürzt im Durchschnitt einmal im Jahr. Jeder zehnte Sturz hat ernste Verletzungen zur Folge, von denen die Betroffenen sich nur langsam erholen. Viele sind nach einem Sturz nicht in der Lage, einen Haushalt zu führen. Deshalb kommt eine Senioren-Unfallversicherung vielen Menschen wie gerufen. Die Vermittler werben vor allem mit Dienstleistungen wie Hilfe beim Waschen, Putzen oder Einkaufen. Doch die Qualität des Angebots ist breit gestreut. Damit Sie nicht auf schwarze Schafe hereinfallen, sollten Sie vor Vertragsabschluss folgende Dinge beachten:
- Eine Senioren-Unfallversicherung ist vor allem angeraten, wenn Sie allein wohnen und keine Angehörigen oder Bekannten in Ihrer Nähe wissen, die sich nach einem Unfall um Sie kümmern.
- Die angebotenen Hilfen sollten minutiös im Vertrag aufgelistet und schriftlich fixiert sein, um bestimmte Qualität zu garantieren. Dazu gehört, dass Dienstleistungen wie die Putzhilfe, der Pflegedienst oder das Mittagessen von der Versicherung selbst instruiert werden, statt Sie „mit Empfehlung“ an eine dritte Partei zu verweisen, die sich um alles Weitere kümmern werde.
- Zur o. a. Qualität gehört eine umfassende Betreuung, die in möglichst kurzen Intervallen erfolgt (z.B. Putzdienst mindestens einmal pro Woche) und sich verschiedener Probleme zugleich annehmen kann. Diese Leistungen sollten für sechs Monate garantiert sein.
- Fragen Sie vorher nach, ob die ausgelobte Unfallhilfe auch im Falle bestimmter Krankheiten (Herzinfarkt, Krebs) zur Verfügung steht. Da Unfall nach Versicherungsrecht Einwirkung „von Außen“ ist und eine Krankheit „von innen“ kommt, haben viele Erkrankte von ihrer Unfallversicherung nichts.
- Mancher Unfall führt zur Invalidität. Ständige Haushaltshilfen und Wohnungsumbauten kosten Geld. Finanzielle Leistungen im Invaliditätsfall sollten also tunlichst vorher nachgefragt werden.
Verbraucherorganisationen und landesweite Zeitschriften haben Vergleichslisten aufgestellt, anhand derer Sie das breit gestreute Angebot studieren und abgleichen können. Denn Vergleichen lohnt sich immer.
Weiterführende Literatur
Bund der Versicherungen: Leitfaden Versicherungen, 2011.
www.schwerte1a.de
Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Schwerte!
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